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Reisender auf Deiner Suche nach Antworten will ich meinen
bescheidenen Teil an der Lösung Deiner Fragen
um das sagenumwobene ASCII beitragen
und Dir eine Geschichte
erzählen...
America Standard Code for
Information Interchange |
Vor langer,
langer Zeit als Matrox-
Mystic und sein Freund 3D die Bild-
schirme noch nicht beherrschten, da gab es
einen gutmütigen ,bescheidenen Darsteller Namens ASCII ...
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Wie man mir geschrieben hat, kann man den grün/schwarz Text schlecht lesen. Dieser Link bringt Euch zu einer augenfreundlicheren s/w Version:
Monochrome Monitor Simulation abschalten !
Einleitung
(Was ist der ASCII)
Entstehung
(ASCII-Grafiken erstellen,Typen,Prog., Tips...)
Betrachtung
(Einstellungen, Best viewed ...)
ASCII History
(Zeichensatz, Entstehung, Norm ...)
Copyright
(für die Bilder dieser Seite)
ASCII ist die Abkürzung für "America Standard Code for Information Interchange". Es ist ein Zeichensatzstandard
der von allen Computer und Systemen interpretiert werden kann. Deshalb ist auch ASCII-art (Bilder die nur aus Zeichen bestehen)
nicht nur eine Spielerei von Nostalgikern, sondern nach wie vor eine gängige
Darstellungsart, wenn viel Wert auf Kompatibilität gelegt wird (News, Emails, FAQ's,...).
Außerdem benötigt ASCII-art keine spezielle Software zur Darstellung und zeichnet sich idR.
durch eine geringe Dateigröße aus.
Der Anfang von ASCII Darstellungen liegt lange vor der Einführung von Computern. Auf alten
Fernschreibern die nur 5 Bit Übertragungen kannten wurden bereits ASCII Bilder verwendet.
Der ASCII Code ist nichts anderes als eine Zuordnung von Zahlen zu den einzelnen Zeichen. Der 7Bit Code kennt also 126 Zeichen, der 8Bit 256. Diese Zuordung ist notwending weil ein Computer intern nur mit Zahlen arbeiten kann.
Die ASCII Zeichen selbst unterteilt sich in zwei Kategorien von Zeichen. Die Steuer- bzw. Kontrollzeichen Zeichen von Nummer 1-31 ...
+------------+------------+----------+
|NUL = 0 |VT = 11 |SYN = 22 |
|SOH = 1 |NP = 12 |ETB = 23 |
|STX = 2 |CR = 13 |CAN = 24 |
|ETX = 3 |SO = 14 |EM = 25 |
|EOT = 4 |SI = 15 |SUB = 26 |
|ENQ = 5 |DLE = 16 |ESC = 27 |
|ACK = 6 |DC1 = 17 |FS = 28 |
|BEL = 7 |DC2 = 18 |GS = 29 |
|BS = 8 |DC3 = 19 |RS = 30 |
|HT = 9 |DC4 = 20 |US = 31 |
|NL = 10 |NAK = 21 | |
+------------+------------+----------+
... und die druckbaren Zeichen von 32-126 (7bit) bzw. 32-255 (8bit):
Da nur der 7bit Code bei allen Computersystemen identisch ist, wird dieser
hauptsächlich für ASCII art verwendet: (Nicht nach Nummern)
1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
\ | - _ + % @ < ; ! = # . , : > ( ] / & $ ^ ' ` " ~ ) [ { } ?
Die restlichen Zeichen des 8bit Systems können verschieden aussehen.Das kann man einfach ausprobieren, indem man einen Text mit den sog. erweiterten ASCII Zeichen (127-255) mit verschiedenen Schriften in einem Texteditor betrachtet. Der bekannteste Standard hierbei ist der 'IBM extended character set'. Er wird unter DOS verwendet und deshalb kann ich ihn hier nur als Grafik zeigen:
ASCII-art wird in vielen verschiedenen Varianten verwendet und es gibt eine große Anzahl von Programmen insb. zur Konvertierung. ASCII und Text-art findet man unter den Suchbegriffen wie ASCII-art, text-art,
html-art, ANSI-art ... oder in ASCII Newsgroups.
Entstehung:
Obwohl ASCII-Grafiken sehr schlicht wirken, durch die
Begrenzung auf 256 Zeichen, so kann doch ihre Erstellung teilweise mit viel Arbeit
verbunden sein. Das hängt in sehr stark von dem gewünschten Format und dessen
Qualität ab. Die hier gewählten Unterteilungen stimmen nicht genau mit den
Unterteilungen in den Newsgroups überein. Eine Kurzübersicht über deren Unterteilung
finden sie am Ende dieses Abschnitts. Für alle Grafiken gilt:
- Festbreitenschriftsatz verwenden zB. Windows:
- Courier (New)
- Monotype.com
- Fixedsys
- Terminal
- Lucida Console
- Lucida Sans Typewiter
- Letter Gothic
- CommPlus
- Telix TT Terminal
- OCR (A Extended)
- . . .
- SPACE Zeichen anstelle von TAB's (kompatibilität)
- Nur kleine Bilder verwenden
- Vorsicht mit Sonderzeichen
(Ä,Ö,Ü,ß... existieren nur bei deutschen Tastuturbelegungen und gehören zum erweiterten ASCII Code )
- Klassische ASCII-Grafiken: Gray scale, solid ASCII,(~ picture)
Diese Bilder, die lediglich die Farbpunkte eines Bildes in Zeichen konvertieren, sind sehr schnell zu
erstellen. In Programmen wie BMPtoASCII oder ASCGif braucht man nur eine Grafikdatei zu
wählen und erhält eine ASCII-Grafik gemäß einem fest definierten Muster. Wer diese Art
von Konvertierung selber ausprobieren möchte, kann dies online unter
www.io360.com machen (GIF bzw.
JPG Bilder). Leider ist auf diesen Bildern meist nicht viel erkennbar. Die Ursache liegt
hauptsächlich in der starken Verkleinerung, die für die Konvertierung notwendig ist und
in der hohen Anzahl von Farben.
Um bessere Resultate zu erhalten sollte man die Anzahl der Farben in der Grafik vor der
Umwandlung reduzieren und die Bildgröße verkleinern. Die meisten Grafikprogramme machen
dies nämlich erheblich besser, als die oben genannten Tools. Zusätzlich ist es ein
Vorteil, wenn man den Farben manuell Zeichen zuordnen kann.
- Plastische ASCII-Grafiken: Gray scale, indexed Colors
Konvertierung von Skitzen mit wenigen Farben in ASCII-Grafiken. Sie fallen idR. unter
klassische Darstellung, auch wenn sie sich in der Erstellung davon unterscheiden. Der
einfache Fall ist die Umwandlung von vorgefertigten Icons & Symbolen mit denen man
dann zB. E-Mails verzieren kann. Schwierig ist hingegen die Konvertierung von
photorealistischen Darstellungen. Man (wie zB. Ich) kann dabei folgendermaßen vorgehen:
BSP.
1.) Originalbild

Schon hier sollte eine Auswahl getroffen
werden. Bilder von Großaufnahmen mit wenig Detailinformationen sind besonders geeignet.
2.) Schema

Die konturenschärfsten Resultate erhält man, wenn
man das Bild zuerst in eine SW-Skitze konvertiert. Vektoriesierungsprogramme sind dafür
besonders geeignet. An dieser Stelle sollte auch die Bildgröße angepaßt werden. 150
Punkte Breite sollten meistens die Maximalgrenze sein. Dies ist sicherlich der
kniffeligste Teil, deshalb noch ein paar Tips:
- Scannen von Umrissen: Klarsichtfolie über das Orginalbild, Konturen mit Folienstift
nachzeichnen, Klarsichtfolie scannen.
- Vektorisierung: 'Mittellinie', SW, wenig Details
(diese Tips gelten auch für 'Line art')
3.) Colorieren

Man sollte wenige Farben verwenden, da
es zwar 126/256 Zeichen gibt, sich aber nur einige davon wirklich absetzten. Bei manueller
Farbzuordnung ist außerdem der Arbeitsaufwand zu beachten. Eine Seite mit Beispielen für
eingefärbte Skitzen kann HIER aufgerufen
werden.
4.) Umwandeln in ASCII
a)[Link] Text
b)[Link] Html
Man sollte bei der Auswahl der Zeichen
auf den Kontrast achten ('#'=Dunkel,' '=Hell...). Entscheidend jedoch ist hierbei die
"Fähigkeit" des Programms. Wer über einfache Programmiererfahrung verfügt ist
am besten beraten sich ein kleines Programm dafür zu schreiben. Jedoch gibt es auch im
Internet viele Programme (siehe Links).
Zum Download meines
Konvertierungstools (ASCIIPic, ASCIIEditor) müssen Sie auf die Downloadseite
wechseln (Sie liegt nicht im ASC-Verzeichnis, verwenden Sie deshalb den ZURÜCK Button
Ihres Browsers).
- 'Technische' ASCII Zeichnungen: Line drawing (~)
Der große Unterschied zum obigen Format liegt in der Umwandlung: Hierbei wird nicht
versucht jeder Farbe ein Zeichen zuzuordnen, sondern jeder Kontur. Bekanntes BSP. :-) ,
:-(
In vielen Fällen gibt es sie als technische Darstellung in Textdateien. Ein Großteil der
ASCII-art Seiten beschäftingt sich nur mit diesen Bildern.
Die Erstellung dieser Grafiken reicht von simplen
Strichmännchen bis zu komplexen Ansichten. Der Arbeitsaufwand ist dabei meistens enorm
hoch, da sie idR. erstellt werden. Wer sich ein wenig Arbeit ersparen
will kann einen groben Umriß erhalten, wenn er mit einem Scanner eine SW-Skitze mit
Texterkennungssoftware einließt. Die Einstellung dafür ist aber recht schwierig und um
die mühselige Nachbearbeitung kommt man nicht herum.
Ein 'kleiner' Geheimtip ist die Verwendung eines WYSIWYG HTML Editors. Man vergrößert
(ggfs. aufhellen) die Vorlage und lädt Sie als Hintergrundbild in den Editor. Dann
wählt man als Absatzformatierung 'preformated' und kann beginnen die Konturen des
Hintergrundbildes mit ASCII Zeichen nach zu ziehen...
- ANSI-Grafiken: Color Graphics, ANSI Art, "ECHOS"
ANSI=American National Standards Institute)
Farbige Grafiken die nur unter DOS betrachtet werden können. Sie verwenden sogenannte ESC
Sequenzen um die Textausgabe zu steuern. Dabei sind auch kleine Animationen möglich. ANSI
Bilder werden speziell zum Austausch zwischen verschiedenen Computern und in BBS Systemen
verwendet. Um sie unter DOS zu betrachten muß die "Ansi.sys" installiert sein.
Mit "Type datei" können die Bilder angezeigt werden. Normalerweise sind ANSI
Bilder nicht größer als 80x25 Zeichen. Wenn eine Grafik mehr Zeilen(!) enthält wird sie
gescrolled, was allerdings nur bei verlangsamter Ausgabe zu sehen ist. Zum Betrachten
normaler ANSI Bilder (und für vieles mehr) ist das Programm "Invisible Typist"
besonders geeignet (s. Links). ANSI Dateien können im
Internet nicht direkt dargestellt werden und liegen deshalb meist als GIF-Screenshots oder
ZIP-Archive vor.
WARNUNG: Mit ESC Sequencen kann auch die Tastaturbelegung geändert werden. Dies
kann dazu verwendet werden Ihrem Computer zu schaden. E-Mail Bomben funktionieren nach deisem Prinzip. Zwar wird das ANSI Format immer seltener verwendet, jedoch kann der
Einsatz eines "Mail-Bomb-Checker" nicht schaden.
Zum Download meines ANSI-Art Betrachters (ANSIView) müssen Sie auf die
Downloadseite wechseln (Sie liegt nicht im ASCII-Verzeichnis, verwenden
Sie deshalb den ZURÜCK Button Ihres Browsers).
[ HELLO JOE! Thank you
for sending so many information about ANISI ! ]
- Internet HTML ASCII-Grafiken: Color Graphics, HTML-art
Eigentlich handelt es sich dabei nur um eine der oben genannten Grafiken, die farbig in
Form von HTML-Dateien aufgearbeitet wurden. Dabei werden den Zeichen Farben
zugeordnet. Ob das nun schön ist, darüber kann man streiten (Ich liebe es, aber es gibt da auch andere Meinungen). Auf jeden Fall geht es
über die eigentlichen ASCII Möglichkeiten hinaus, wo nur 126/256 Zeichen OHNE jegliche
Formatierung zur Verfügung stehen. Ein Nachteil dieser Grafiken ist, daß man sie nicht
als einfache Textdateien darstellen kann. Bei kleineren Grafiken kann man das noch per
Hand mit einem HTML-Editor machen, bei größeren sollte man ein Programm benutzen.
Sonstige Textformate
Wenn man mit Programmen (z.B.Word) arbeitet die Zeichenformatierungen erlauben, kann
man eine ASCII-Grafik auch damit erweitern. Fettzeichnen von Konturen, Farben ... lassen
sich schnell und einfach durch 'Suchen & Ersetzen' realisieren.
- Allgemeine Unterteilung von ASCII-Art(Newsgroups,...)
Kurzübersicht:
- Line drawing - Zeichen als Konturen
- Lettering - Buchstaben in Form von ASCII-Art
- Gray Scale picture - Konvertierungen von Bildern
- 3-D images - ASCII Bilder die 3dimensional erscheinen, wenn man den Hintergrund des Monitors fokusiert.
- Geometric Article - Geschriebener Text in Form einer Grafik
- Picture Poem - Ein geometrisch aufgebautes Gedicht.
- Page Making - Mischung aus Text und ASCII-Grafiken
- Overstrike Art - ASCII-Art speziell zum Drucken
- Scroll Animation - Animierte ASCII Grafiken die durch sich durch Scrollen bewegen
- (Colored) Animation - Animierte ANSI oder JAVA Textgrafiken
- Color Graphics - Farbige ANSI oder HTML Grafiken
Anmerkung:
Die Unterteilung richtet sich idR. nie nach dem Format der Datei, sondern immer nur auf die Darstellung
bzw. die verwendeten Schriftformatierungen. So ist zb. eine HTML Datei mit unformatierten ASCII Zeichen
immer noch ASCII- und nicht HTML-art. Zwar gibt es über genaue Definitionen unterschiedliche Ansichten,
aber seit Windows ist es ohnehin schwierig eine Codieungen als Standard zu definieren.
Betrachtnung:
Die unter 'Entstehung' genauer erläuterten
ASCII-Typen unterscheiden sich auch in der Betrachtung. Viele ASCII Bilder lassen auf den
ersten Blick nur wenig erkennen. Deshalb ist es wichtig für eine gut Ansicht ein paar
Tips zu beachten. Im allgemeinen gilt:
- ein Festbreitenschriftsatz
- kleine Schriftgröße
- kein autom. Zeilenumbruch
- viele große Bilder sind nur zum Ausdruck gedacht.
(idR. mehrere Seiten)
- 'Gray scale' ASCII-Grafiken
Leider sind viele dieser Grafiken zu groß und enthalten zu viele ähnliche
Zeichen. Insbesondrere Grafiken mit über 200 Spalten sind problematisch. Liegt die Datei
im Internet vor, so sollte man sie zuerst mal herunterladen. Wenn man sie dann mit einem
einfachen (d.h. schnellen) Texteditor öffnet kommt man manchmal zu einem besseren
Resultat. Der Editor sollte vor allen Dingen einen schnellen Zugriff auf die Textgröße
und (Hintergrund)Farbe ermöglichen (z.B. NotebookPlus). Als Voreinstellung wird der
Zeilenumbruch deaktiviert, ein festbreiten Schriftsatz gewählt und ggfs. die Farbe
geändert (zB. wie hier zu sehen). Je größer die Grafik desto kleiner sollte der
Schriftsatz sein. Bei Schriftgröße eins kann man meistens sogar der schlechtesten Grafik
noch etwas Erkennbares entlocken. Allerdings kann man die Zeichen nicht mehr
identifizieren und es wirkt fast schon wie eine Pixelgrafik. Ein Beispiel dafür ist der
Screenshot der Freiheitsstatur auf der Startseite. Etwas Abstand zum Monitor ist außerdem
zu empfehlen.
Alternativ bieten sich die unter HTML-Grafiken empfolenen Einstellungen.
- 'Line art' ASCII-Grafiken,
können idR. direkt betrachtet werden. Anderfalls sollte man wie oben
beschrieben vorgehen. Ein festbreiten Schriftsatz (zB.Courier) ist natürlich zwingend.
- Internet HTML ASCII-Grafiken
Normalerweise sind diese Bilder durch die HTML Formatierung bereits optimal angezeigt. Lediglich die
verschiedenen Auflösungen können zu Verzerrungen führen. GGfs. sollte man die Schriftgröße im
Browser anpassen.
- ASCII- zu Pixelgrafik Konvertierung
BSP.: (Picasso:=ASC/HTML) =>> (Picasso:=Pixel)
Wenn alles versagt: Einige Grafiksoftware (zB. Gws) ermöglicht die
Umkonvertierung von Text zu Pixelgrafik. Nach der Umwandlung kann man dann das Bild auf
eine erkennbare Größe reduzieren.
Die Umwandlung von Pixelgrafik in ASCII-art und wieder zurück kann man sich auch als
grafischen Entfremdungseffekt zu nutze machen. Eine 'gray scale' Grafik in eine
Pixelgrafik konvertiert ist z.B. das Bild der Freiheitsstatur auf der Startseite.
ASCII History:
Hier noch ein paar Informationen über den ASCII Zeichensatz selber. Ich kann nicht
dafür garantieren, daß das Folgende immer 100% richtig ist, weil die Dokumentation
teilweise recht dürftig ist.
Der heutige 'ASCII' basiert auf einem Standard namens ANSI X3.4 "Coded Character Set
- 7-Bit American National Standard Code for Information Interchange". Er wurde im
April 1965 als "ECMA-6" und 1974 als "ISO 646" mit nationalen Variationen veröffent-
licht. Interessanterweise ist ASCII ein ANSI Code, was im Widerspruch zu obiger
ANSI/ASCII art Unterteilung zu stehen scheint. Ein "ASCII-Institute" existiert nicht
und ASCII ist eigentlich nur eine Abkürzung für ANSI X3.4 ...
Die Schwierigkeit besteht darin ANSI zu definieren: ANSI (American National
Standards Institute) ist, wie der Name schon sagt, eine Institution und kein Code.
Trotzdem ist es üblich über den ANSI Code/Zeichensatz zu sprechen. Einer der Gründe
dafür ist "geschichtlich" bedingt. Die erste Modifikation von ANSI X3.4 (alias ASCII)
wurde von IBM vorgenommen. Es wurde die erweiterte "Code Page 437" implementiert,
welche auf dem ROM des Grafikadapters gespeichert war (Anfang der 80er).
Der Grund warum man von einem ANSI Zeichensatz spricht liegt vermutlich zum Großteil
an Microsoft die diese Beschreibung verwenden. Zusätzlich kommt noch die irritierende
Namengebung des Treibers ANSI.sys hinzu, der Schriftformatierungen unter DOS erlaubt.
Dadurch hat sich die Bezeichnung ANSI Code, als wie auch ANSI-art etabliert.
Rein formal jedoch ist eine solche Codierung nicht existent, ebenso wie ein 8bit
ASCII. Ich selber verwende solche Begriffe auch, da eine Beschreibung ansonsten etwas
lang ist (ANSI X3.4 + Code Page (or ISO)...).
Das mag auch die Ursache für die Sprachregelung bei Microsoft zu sein. Die Windows-
Dokumentation Bezeichnet den Standard Zeichensatz als ANSI, wo schließlich jegliche
Konsistenz verloren geht.
Eine weitere Neuigkeit ist die Bereitstellung des Zeichensatzes. Während früher
die Hardware den Zeichensatz definierte, so ist es heute die Software. Das Ausehen
eines Textes ist heutzutage abhängig von den installierten bzw. der
verwendeten Schriften. Diese neue Freiheit bietet zwar viele Möglichkeiten,
jedoch besteht auch die Gefahr einen einheitlichen Standard völlig zu verlieren.
Bei Internetseiten ist es zb. ein großes Problem ein einheitliches
Schriftbild für alle Browser, Betriebssysteme und Computertypen zu erstellen.
Geschichte: Genormte Zeichensätze
ASCII (USASCII)
1963 ASCII (American Standard Code for Information Interchange)
- Genormt als 7-Bit Zeichensatz für den Fernschreibverkehr und Datenaustausch
- Von den 128 Positionen wurden nur 100 genutzt (nur Großbuchstaben)
1965 ECMA-6 (European National Standards Institute, Genf)
- Entsprach ASCII allerdings wurde er um Kleinbuchstaben erweitert
- 10 Positionen wurden für nationale Sonderzeichen freigehalten
1968 ANSI's X3.4 (American National Standards Institute, New York)
- Der Code wird zum amerikanischen Normenzeichensatz
1974 ISO 646 (International Organization for Standarization, Genf)
- Er wird internationale Norm
1974 DIN 66003
Latin
1981 IBM Codepage 437
- IBM nutzt das achte Bit und erweitert den ASCII auf 256 Positionen
1985 ECMA-94
- 8-Bit Code der westeuropäische Sonderzeichen abdeckt
1986 ISO 8859-1, genannt Latin-1
- Der Code wird internationale Norm
- Entspricht IBM Codepage 819 und 850 (Positionen teilw. vertauscht)
- Ab 1997 weitere Ergänzungen für andere Sprachen (ISO 8859-1 bis 10)
- In Windows enthalten mit einigen zusätzlichen Zeichen
1986 DIN 66303
Unicode (UCS)
1987 Unicode (UCS)
- Von Apple and Xerox entwickelt
- 16 Bit (65469 Positionen) Code der Schriftzeichen aller Welt aufnehmen soll
- z.Z. nur von WindowsNT u. Java verwendet
1992 ISO/IEC 10646-1
- Der Code wird internationale Norm
Copyright:
Alle ASCII-Bilder auf dieser Hompage
wurden von mir erstellt und jeder der möchte, darf sie frei
nutzen oder weitergeben. Einzige Bedingung ist, daß mein Kürzel nicht entfernt wird.
Zusätzlich würde ich mich über eine E-Mail freuen. Ausnahmen
bilden jene Dateien, die speziell mit dem Namen eines Autors gekennzeichnet sind.
Falls jemand auf dieser Hompage etwas findet, was Ihn in seinen Rechten verletzt, so kann
er mir eine Mail schicken und ich werde die betreffende Stelle ggfs. entfernen.
Die meisten ASCII-Bilder im Internet unterliegen ähnlichen Bestimmungen für nicht
kommerzielle Nutzer.
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