Beobachten & Messen
- Zweifel an der Beweiskraft des Gases für Schwarze Löcher:
Gas ist außer durch Gravitation noch beeinflußt durch:
- Magnetfelder
- Strahlungsdruck
- stellare Winde
- Reibung mit anderen Gaskomponenten
=> Zweifel an direkter Beziehung Ekin <=> EGravitation
=> Lösung: Sternbewegung messen
- genauere Kenntnisse aus:
- heiße Emissionsliniensterne -> radiale Sterngeschwindigkeit
Abb 9. Sternspektren einiger ausgewählter Sterne um das Gal. Zentrum.
Rechts oben und rechts unten sind Spektren heißer blauer Überriesen (HeI- und HI-Emissionslinien), die übrigen
beschreiben kühle Rote Riesen und Überriesen (Absorption z.B. von CO).
- neue abbildende Spektrometer: -> Untersuchung von bis zu 1" (0.1 LJ) um SgrA*
- Messung stellarer Eigenbewegung durch wiederholte Aufnahmen (mit NTT): bis 0.1" (4,6 LTage) um SgrA*
- durch Speckle-Abbildungstechniken: Seeing (1") auf 0.15" "reduziert"
=> zentraler Haufen aufgelöst in 1000 Einzelsterne
=> Nahinfrarot-Spektren von 220 Einzelsternen erhalten
- Abb 10.
NTT-Aufnahme derselben Region wie in Abb. 5-8 bei 1000 nm. Sgr A (Kreuz) wird
von zwei optischen Quellen flankiert (GZ-A und GZ-B), die nur 0.7"
voneinander entfernt sind. Der obere Kreis zeigt einen Vordergrundstern.
- Ergebnisse:
- aus Dopplereffekt an Spektrallinien: Eigenbewegung der Sterne bis auf 20 km/s bestimmbar
- Beobachtung: Geschw. in naher Umgebung von SgrA* sehr hoch (vier sind >1000 km/s)
Postcript-Datei relative Geschwindigkeit der Sterne um das Galaktische Zentrum (3.6 cm, H92-Alpha).
Postcript-Datei aus H92-Alpha-Linienverschiebung gewonnene relative Geschwindigkeitskonturen Teil 1.
Postcript-Datei aus H92-Alpha-Linienverschiebung gewonnene relative Geschwindigkeitskonturen Teil 2.
MPG-Video animierte Darstellung der Geschwindigkeitsverteilung. Es läßt sich eine Rotation um das Zentrum "erahnen".
Abb 11. vektorielle Darstellung der Sterngeschwindigkeiten um das Galaktische Zentrum.
- Phänomen erklärbar durch:
Bahnbewegung im Gravitationsfeld
ausgeschlossen werden konnte:
- Variabilität oder Bewegung in Doppel-/Mehrfachsternen
- Gravitationslinseneffekt
- Vorder-/Hintergrundsterne (sie hätten eine andere Extinktion => andere Farbe)
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