Sagittarius A*
- Untersuchung des Milchstraßenzentrums:
- Zentrum ca. 26.100 LJ entfernt => sehr viel leichter zu beobachten als entfernte Galaxien
- Extinktion durch Staub und Gas in Richtung des Galaktischen Zentrums
=> Beobachtung beschränkt auf langwelligen/kurzwelligen Bereich (IR/Rö) des Spektrums
=> Erkenntnisfortschritt hängt stark von der Entwicklung der Meßtechnik ab
- Messung von Dopplerverschiebung von ionisiertem Gas:
v = +/- 250 km/s in den zentralen 10" um das zentrale Maximun der Sterndichte im Gal. Zentrum
- Sagittarius A* (SgrA*) - Beobachtung:
- Bilder:
- Abb 1.
Falschfarbendarstellung der Radiokontinuumsemission (6 cm) im zentralen Lichtjahr (10").
Die Position der völlig überbelichteten Radioquelle SgrA* ist mit einem Kreis markiert.
- Abb 2.
Der gleiche Ausschnitt wie in Abb 1 bei einer Infrarotstrahlung von 1-3 Mikrometern.
SgrA* ist durch einen Stern markiert. Prominente Infrarotquellen sind beschriftet.
- Abb 3.
Beugungslimitierte Specklekarte (NTT, ESO) der Nahinfrarotemission des zentralen Lichtjahres.
- Abb 4.
Radiostrahlung der Frequenz 10.7 GHz aus der Richtung
des galaktischen Zentrums. Die Quelle Sgr A wird mit dem
gravitativem Zentrum identifiziert. Sie liegt etwas südlich
der galaktischen Ebene l=0°. Die Längenskale bezieht sich auf
die Entfernung 7.7 kpc, der schraffierte Kreis gibt die Auflösung an.
Das gestrichelte Quadrat kennzeichnet den Ausschnitt von Abb 2.
- Abb 5.
Zentralbereich der Galaxis (60x60 kpc) bei 20cm Wellenlänge.
Der blaue Bogen sendet Synchrotronstrahlung aus, während der
Zentralbereich (rot) wahrscheinlich durch UV-Strahlung zum Leuchten
angeregt wird.
- Abb 6.
Sgr A East (8x9 pc), vermutlich ein Überbleibsel einer
gewaltigen Explosion, bei 6cm Wellenlänge. Blau symbolisiert wieder
Bereiche mit Synchrotronstrahlung, Rot und Gelb symbolisieren Bereiche
mit thermischer Bremsstrahlung.
- Abb 7.
Sgr A West (4x4 pc), ein in Sgr A East eingelagertes zweites
Ringsystem, bei 6 cm Wellenlänge. Das Bild zeigt vom Zentrum ausgehende
Gasströme, die Sgr A wie Speichen mit dem (hier nicht sichtbaren) Rad
der HCN-Strahlung verbinden.
- Abb 8.
Die Komponenten der Infrarotquelle IRS 16 bei 2.2 Mikrometer
(0.35x0.35 pc).
- Radioemission von interstellarem ionisiertem Gas (Ne+-Linie: 6 cm)
- im Zentrum der Radioquelle: Synchrotronquelle (i.e. nicht thermisch)
- liegt im Mittelpunkt des zentralen Sternhaufens
=> Schlußfolgerung (80er Jahre): analog zu Quasaren: Schwarzes Loch im Milchstraßen-Zentrum
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