Die Geschichte vom Prinzen Zottelknäuel




Es war einmal ein König, der hatte eine über alle Maßen schöne Tochter. Außerdem war sie die einzige Erbin des Reiches, denn weitere Kinder hatte der König nicht.
Jeder wird sich nun vorstellen können. daß es genügend Königssöhne gab, die um die schöne Prinzessin anhielten. Doch sie wollte keinen haben. Der König fand es merkwürdig, daß sie jeden, der daherkam, verschmähte, er sagte jedoch nichts dazu.
Dies ging eine Weile so, aber dann wurden die Freier weniger und die Königstochter wirkte still und bedrückt und wurde von Tag zu Tag blasser. Das bemerkte der König.
Eines Tages kämmte sich die Königstochter ihr Haar, dabei fiel ihr der Kamm herunter. Um ihn wieder aufzuheben, mußte sie sich bücken und der König beobachtete, daß es ihr schwerfiel, und er begriff rasch, daß mit ihr etwas nicht stimmte.
Da drohte er ihr :
"Ich sehe, daß du ein Kind erwartest. Nenne mir den Vater, sonst wird es dir schlecht ergehen."
Sie antwortete :
"Ich weiß es nicht. Ich habe keinen fremden Mann gesehen noch zu irgend einem Mann eine Beziehung gehabt."
Der König war traurig und zornig zugleich. Er sprach:
"Du hast mein Vaterherz getäuscht. Meinen Hof sollst du für immer verlassen und es nicht wagen. jemals wieder einen Fuß in mein Land zu setzen."
Der König ließ nun ein kleines Schiff bauen, das er in zwei Räume unterteilte. In dem einen befand sich die Nahrung für sie, in dem anderen mußte sie selbst sitzen, ganz allein. Er ließ sie aufs Meer aussetzen, wo sie bei Wind und Wetter treiben mußte.
Sie weinte und fühlte sich ganz elend, mußte sich aber mit ihrem Schicksal abfinden. Lange trieb sie so auf dem wilden Meer. Wie lange sie dahintrieb, wußte sie nicht. Eines Tages wurde sie krank und brachte schließlich ein zottliges Garnknäuel zur Welt. Nun ward sie noch mehr verschüchtert und bekümmert, denn es wurde ihr klar, daß sie verhext war. Aber da begann das Zottelknäuel zu sprechen:
"Warum bist du so traurig, Mutter, ich werde dir helfen", sagte es.
Nun dachte die Prinzessin daran, wie fürchterlich es ist, die Mutter so einer Mißbildung zu sein und ertragen zu müssen, daß diese ihr ständig folgte und sie obendrein Mutter nannte. Ja, sie würde sich damit abfinden müssen.
Es wurde jedoch immer schlimmer. Hier auf dem Meer fehlte es ihnen an Essen. Sie weinte und flehte, sterben zu dürfen. Das Zottelknäuel aber tröstete sie, bald werde es ihnen besser gehen. Sie hatte jedoch das Zottelknäuel so über, daß sie es ins Meer werfen wollte, wenn sie es zu fassen bekäme. Aber es rollte ihr davon, so daß sie es nicht zu fassen bekam.
Schließlich erspähten sie Land. Doch es schien, daß sie dies nicht froher machte. Lieber wollte sie sterben, als die Mutter eines Zottelknäuels sein. Das Schiff aber trieb an Land. Sie verließen es, und sie nahm mit, was sie an Kleidung besaß. Doch da sie schon viele Tage nichts gegessen hatte, fühlte sie sich ganz schwach.
Nachdem sie das Schiff verlassen hatten, kam ein furchtbarer Wind auf, der das Schiff davontrieb. So hatten sie für die Nacht kein Dach über dem Kopf und waren gezwungen, sich im Wald nach irgendeinem Haus oder einer Erdhütte umzusehen. Sie waren noch nicht weit gegangen, als das Zottelknäuel rief :
"Sieh, Mutter, hier können wir wohnen !"
Sie waren an eine kleine Hütte gekommen und gingen da hinein. Doch sehr schlimm war, daß sie noch immer nichts zu essen hatten. Das Zottelknäuel aber meinte, daß sie sich schlafen legen sollten, am Morgen käme gewiß Rat.
"Ach du", sagte die Prinzessin, "es ist deine Schuld, daß ich so unglücklich bin."
"Nein, ich bin es, der dich glücklich machen wird", sagte das Zottelknäuel.
"Ja, so siehst du aus", meinte sie.

Als dann der Morgen kam, waren sie hungrig und hatten nichts zu essen. Da sagte das Zottelknäuel :
"Ich will mich auf den Weg machen und etwas zu essen beschaffen, Mutter! Vielleicht gibt es hier in der Nähe einen Königshof mit einem freundlichen Königssohn, der uns helfen will. Ich könnte ihm sehr nützlich sein."
"Nein, du darfst nicht gehen", sagte die Mutter, "es wäre schrecklich, wenn du an einen Königshof kämst."
"Oh, mach dir meinetwegen keine Sorgen, Mutter", meinte das Zottelknäue1.
Und es bat und bettelte, bis ihm die Mutter erlaubte, sich auf den Weg zu machen. Als das Zottelknäuel ein Stück in den Wald gekommen war, entdeckte es den Königshof, der schön wie ein Traumbild dalag. Nun rollte das Zottelknäuel bis zum Königshof hin.
Den Dienern verschlug es die Sprache, als sie dieses Wunder erblickten, was auch noch zu sprechen begann. Denn Zottelknäuel ließ sich nicht lange aufualten, es fragte nur nach dem König und der Königin und bekam zur Antwort, daß diese im Schloß seien. Nun rollte es die Treppen hinauf und hinunter, bis es zu der Königin kam. Diese rief nach dem König und dem Königssohn, die verwundert waren, als sie vernahmen, daß ein zottliges Garnknäuel sprechen kann. Doch das Zottelknäuel tat, als sei dies nichts Besonderes. Es fragte, ob seine Mutter eine Arbeit bekommen könnte. Sie müsse etwas verdienen, um sich ernähren zu können, denn sie haben nichts zu essen.
"Was kann denn deine Mutter?", fragte die Königin.
"Wie sieht sie aus ?"
"Meine Mutter ist wie ich, und ich bin wie meine Mutter", sagte das Zottelknäuel.
"Ja aber, wie kann sie dann arbeiten ?" sagte die Königin.
"Nun, du kannst mir ja etwas zu arbeiten mitgeben", meinte das Zottelknäuel, "und etwas zu essen muß ich auch mitnehmen, sonst verhungert meine Mutter."
"Ja", sagte dann der König, "du sollst sowohl Arbeit als auch Essen bekommen, soviel du zu tragen vermagst."
Und das wird wohl so wenig nicht sein, dachte der König, der sich über das Zottelknäuel lustig machte.
"Ja, das wäre schön", sagte Zottelknäuel, "meine Mutter kann so fein wie eine Königin oder Prinzessin spinnen. Ich werde dann die fertige Arbeit zurückbringen."
Die Königin machte nun ein Paket mit häßlichem Werg zurecht, verteufelt groß war es, und eine Tüte mit Essen außerdem. Dies alles sollte das Zottelknäuel tragen. Sie mußten es an ihm festbinden, so trug nun das Knäuel das Paket davon, und man war fast erschrocken über dieses merkwürdige Ding.
Schließlich kam Zottelknäuel damit zu seiner Mutter heim, die über die Maßen staunte, wie es das hatte tragen können. Doch dann wurde sie ihm freundlich gesonnen, denn sie fand, daß das Zottelknäuel viel Gutes fur sie tat. Nun hatte es seiner Mutter sowohl zu essen als auch eine Arbeit beschafft.
Sie nahmen sich das Essen, und dann machte sich die Prinzessin ans Spinnen, denn sie hatte ihr goldenes Spinnrad nicht vergessen. Als sie jedoch das Paket öffnete, war sie entsetzt, so häßliches Werg hatte sie noch nie gesehen, geschweige denn versponnen. Doch sie nahm sich vor, es gut zu verspinnen. Dann werde ich sicherlich noch mehr Arbeit bekommen, überlegte sie sich. Und sie spann und spann. und was sie spann, wurde wie reine Seide.
"Siehst du. Mutter!", sagte das Zottelknäuel, "als ob du nicht fein spinnen könntest! Nun soll sich die Königin wundern, wie gut meine Mutter spinnen kann."
"Du hast wohl nicht gesagt, wer deine Mutter ist, denke ich mir?", sagte die Prinzessin.
"Nein, ich habe gesagt, meine Mutter ist wie ich, und ich bin wie meine Mutter", sagte das Zottelknäuel.
Bald hatte die Prinzessin alles versponnen, so daß Zottelknäuel es zurückbringen konnte. Und glaube mir, als die Königin das Gesponnene sah. war sie verwundert, wie gut Zottelknäuels Mutter spinnen konnte. Sie glaubte ihren Augen nicht zu trauen. Aber sie gab Zottelknäuel für die Arbeit einen hohen Lohn mit und ließ der Mutter ausrichten. daß sie unbedingt zum Königshof kommen sollte. Sie muß mehr als eine Häuslersfrau sein, meinte die Königin, vielleicht eine Trollherrin oder etwas ähnliches. Sie durfte weiter für die Königin arbeiten, und je mehr sie spann, um so feiner wurde es.

Wenn Zottelknäuel dann am Königshof war, wurde er so eng mit dem Königssohn vertraut, daß sie beste Freunde wurden. Sie kamen auf so manches zu sprechen, was sie erlebt hatten. Der Königssohn fand heraus, daß man mit Zottelknäuel vernünftig reden konnte.
Schließlich wollte der Königssohn ausziehen. um zu freien. Da meinte Zottelknäuel, er könnte ja um seine Mutter anhalten.
"Huh! Wie deine Mutter wohl aussehen mag", sagte der Königssohn.
"Mutter ist wie ich, und ich bin wie Mutter", sprach Zottelknäuel.
"Ja, dann kann ich doch nicht um deine Mutter anhalten, die nur eine Häuslersfrau ist."
"Ach", sagte das Zottelknäuel, "meine Mutter ist die Schönste, schöner als alle Prinzessinnen, die du je gesehen hast, kannst du mir glauben."
"Oh, ist deine Mutter vielleicht eine Prinzessin?" fragte der Königssohn.
"Oh, habe ich das gesagt ?" meinte das Zottelknäuel.
"Du könntest mir etwas helfen. Ich möchte dich zu der Königstochter vom Zauberreich mitnehmen. Man erzählt, diese könne jeden verzaubern und verwandeln, der dahinkommt. Wenn es mir gelingt, will ich sie töten, weil sie mich einmal verzaubert hatte. Ich wünsche mir eine so schöne Prinzessin, wie diejenige, die ich wohl nie wieder zu sehen bekommen werde, weil sie gewiß tot ist. Jene Trollhexe hatte sie einstmals ebenfalls verzaubert."
"Ja, ich werde mitkommen", sagte Zottelknäuel, "und ich bin sicher, daß wir die Trollhexe besiegen werden."
"0 ja, aber es wird gewiß nicht leicht werden", sagte der Königssohn, "es kann durchaus sein, daß wir nicht lebend von dort wegkommen."
"Ja, aber ich werde dir doch helfen", meinte das Zottelknäuel. Zottelknäuel hatte von seiner Mutter die Erlaubnis erhalten mitzugehen. und so brachen sie auf, machten sich auf den weiten, langen Weg dorthin. Zottelknäuel rollte voraus. und der Königssohn ritt hinterher. Es waren noch viele andere mit, Diener des Königssohnes, mußt du wissen, aber Zottelknäuel war der Angesehenste von ihnen.

Als sie ankamen, wurden sie recht wohlwollend von der Trollprinzessin empfangen. Der Königssohn sollte in ihrer schönsten Kammer wohnen, und Zottelknäuel wollte mit ihm mit. Sie war aber so verwundert über das zottlige Garnknäuel, daß ihr keine Zeit blieb, dem Königssohn zu sagen, er solle dort alleine wohnen. So schlüpfte Zottelknäuel mit ihm in die Kammer hinein. Sie versuchte es zurückzuhalten, war aber so erschrocken - und Zottelknäuel rollte und rollte immer weiter, bis sie es aufgeben mußte.
Dann wurde das Essen aufgetragen, und es sollte gegessen werden. Die Prinzessin setzte sich mit zu Tisch, doch dann ergab es sich, daß sie einmal hinausging, so daß der Königssohn und Zottelknäuel alleine waren. Da rollte sich das Zottelknäuel zum Tisch hin und kam schließlich ganz hinauf auf den Tisch. Es guckte in alle Krüge und Gläser und meinte dann zum Prinzen, er sollte sein Glas mit dem der Prinzessin vertauschen. was dieser auch tat.
Als die Prinzessin wieder hereinkam, setzte sie sich mit ihrem ganzen Gefolge an den Tisch, sie aßen und tranken und plauderten und waren gut gelaunt. Aber die Stimmung währte nicht lange. Sie merkten plötzlich, daß die Königstochter tot und steif am Boden lag. Doch nun setzte ein Spektakel ein, kannst du mir glauben. Alle meinten, es sei der Königssohn gewesen, der das Gift ins Glas getan habe. Deshalb sollten sowohl er als auch das Zottelknäuel ins Gefängnis geworfen werden.
Hier gab es nun keine Hoffnung für den Königssohn, mit dem Leben davonzukommen. Man setzte sie in einen hohen Turm, der nur ein kleines Fensterchen hatte, durch das weder Sonne noch Mond scheinen konnten. Sie erhielten auch kein Essen. Hier waren sie nun schon seit einigen Tagen. Der Königssohn war still und traurig, Zottelknäuel hingegen wie immer .
Eines Tages sagte Zottelknäuel zum Königssohn:
"Willst du nun meine Mutter haben, dann wüßte ich vielleicht eine Möglichkeit, dir von hier wegzuhelfen. Doch willst du nicht, so rette ich mich selbst und lasse dich hier allein zurück."
Man kann sich denken, daß der Königssohn jetzt in der Klemme saß. So sehr er wünschte, daß ihm geholfen werde, so unmöglich erschien es ihm, Zottelknäuels Mutter zu nehmen. Es war ja ungewiß, wie sie aussah. Er wollte es jedoch versprechen und dachte, daß sich schon eine Möglichkeit finden lassen würde, von seinem Versprechen wieder loszukommen.
Gegen Abend sagte Zottelknäuel, sie wollten versuchen, das Fensterchen auszuheben. Das war bald getan. Als dann die Nacht anbrach und auf dem Königshof alles still geworden war, meinte Zottelknäuel, daß sie nun versuchen sollten, nach draußen zu gelangen.
"Ja, aber wie in aller Welt sollen wir da hinunterkommen", sagte der Königssohn.
"Oh, nun wird es auf mich ankommen", antwortete Zottelknäuel. "Du mußt jetzt tun, was ich dir sage. Rolle mich jetzt aus, so daß ein langer Faden aus mir wird. Daran mußt du dich herunterlassen. Ich werde ausgerollt bleiben, bis du unten bist, du brauchst keine Angst zu haben."
Wie sich denken läßt, war der Königssohn nicht in guter Stimmung. Er wollte jedoch sehen, was sich machen ließe. So wickelte er vom Zottelknäuel einen langen Faden ab, so lang, daß er bis zur Erde reichte. Doch wie sollte dieser das volle Gewicht eines Mannes aushalten? Er versuchte, ihn durchzureißen, denn er glaubte, daß dies mit einem einzelnen Faden leicht möglich sein müsse. Doch da irrte er sich. Er vermochte ihn nicht abzureißen, so sehr er sich auch anstrengte.
Nun, dann wollte er es wagen, sich an dem Faden hinunterzulassen, denn wie die Dinge lagen, käme er ohnehin nicht lebendig von hier weg, meinte er. Da könnte er es ebensogut auf das eine wie auf das andere ankommen lassen.
Zottelknäuel war nun ausgerollt, und der Königssohn begann sich hinunterzulassen. Er mußte unentwegt daran denken, daß er mit diesem schwachen Seil jeden Moment abstürzen könnte. Aber es hielt gut. Und bald stand er frei auf der Erde. Zottelknäuel sprang mit einem Satz hinterher, und dann ging es los.
"Das beste wird sein, du holst Mutter in drei Tagen", meinte das Zottelknäuel dann. "Ich habe dich befreit, nun mußt du halten, was du versprochen hast."
"Nein, ich kann deine Mutter nicht nehmen, das ist unmöglich", gab der Königssohn zur Antwort. "Ho ho! Dann wird es wohl das beste sein, ich gehe zum Trollreich zurück und erzähle, wo sie dich finden, denn vor mir kannst du dich nicht verstecken."
Nun saß der Königssohn abermals in der Klemme. Ja, es blieb ihm nichts anderes übrig, in drei Tagen würde er Zottelknäuels Mutter holen müssen.
"Doch du mußt viele Diener mitbringen", meinte Zottelknäuel. "Meine Mutter ist aller Ehren wert."
Der Königssohn mußte sich nun in alles fügen, was das Zottelknäuel von ihm verlangte.
"Aber wo kann ich deine Mutter finden?"
"Nun, du mußt nur hinsehen, wo ich Erbsen ausgestreut habe, dann findest du schon hin."

Sie trennten sich, und Zottelknäuel ging heim zu seiner Mutter und erzählte, was sich zugetragen hatte.
"Und nun mußt du deine schönsten Kleider anlegen, denn morgen kommt der Königssohn, um dich zu holen."
Sie hörte auf Zottelknäuel und machte sich wie die schönste Prinzessin zurecht und brachte die kleine Hütte in Ordnung, so daß sie hübsch anzusehen war. Der Königssohn hatte sowohl das Zottelknäuel als auch die ganze Sache überhaupt satt, denn er glaubte, daß die Mutter wie ein Ungeheuer aussähe. Aber er war ja nun gezwungen hinzugehen. Er zog mit ein paar Leuten los, und sie fanden den Weg, und die Zeit verging. Da sagte der Königssohn, er wollte das letzte Stück allein weitergehen. Sie sollten dort warten, bis er zurückkomme.
Nun kam der Königssohn zu der kleinen Hütte, stieg vom Pferd und ging hinein. Doch wie staunte er, als er die schöne Prinzessin zu Gesicht bekam. Du kannst dir vorstellen, was das für eine Aufregung gab.
Der Königssohn sandte eine Botschaft, daß man ihm für die Prinzessin das beste Pferd und die prächtigste Kutsche schicken sollte. Er hatte in ihr sehr bald jene Prinzessin von damals wiedererkannt, und auch sie erkannte ihn. So kamen sie zum Königshof und wurden von dem alten König und der Königin würdig empfangen. Die Hochzeit wurde im Überfluß mit Essen und Trinken gefeiert. Zottelknäuel rollte und rollte, gelangte auch auf den Tisch hinauf, bis er schließlich direkt in die Suppenschüssel fiel.
Nun glaubten sie, daß es mit Zottelknäuel zu Ende sei, und man wollte es herausholen. Doch als sie es herauszogen, war es der schönste Prinz, den man je gesehen hat. Da freuten sich alle, doch am meisten die junge Königin und der Königssohn. Jetzt wurde ihnen klar, daß sie alle miteinander von der bösen Prinzessin aus dem Trolland verzaubert gewesen waren .
Sie lebten lange und in Freuden. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie vielleicht heute noch.
Norwegisches Volksmärchen