Artikel
Computer Bauanleitung


Rubrik:
Grundlagen

Typ:
Anleitungg

Stand:
abgeschlossen

Stichworte:
Eigenbau, Computer, Hardware, Montage


A.) Diese Anleitung

Der hier beschriebene Zusammenbau eines Computers richtet sich an Leute mit wenig Erfahrung. Dennoch kann an dieser Stelle nicht auf alle Einzelheiten eingegangen werden. Grundlegende Kenntnisse über den Aufbau eines Computers und den Umgang mit elektronischen Bauteilen sollten vorhanden sein.
Das größte Problem besteht sicherlich in den verschiedenen Bau- und Anschlußarten der Komponenten. Deshalb kann diese kleine Hilfe nur auf die allgemeinen bzw. üblichen Aspekte eingehen. Sie stellt also keinen Ersatz für das Handbuch dar und ist nicht für alle Computertypen gedacht. Eine Liste der verwendeten Komponenten finden Sie unten.

Tips/Probleme:
Lesen Sie unbedingt die Handbücher bevor Sie mit dem Bau beginnen und machen Sie sich bewußt, daß Sie ggfs. Einstellungen vornehmen müssen, die hier nicht erwähnt werden (z.B. Jumper). Im Zweifelsfall halten Sie sich immer an die Angaben im Handbuch oder die des Herstellers. Falls ein Problem eintritt, fragen Sie immer bei Ihrem Hersteller nach. Sollten Sie noch nie einen Computer von innen gesehen haben, empfehle ich dringend ihn mit jemandem zu bauen, der schon etwas Erfahrung hat.

Garantie:
OBWOHL ICH MICH BEMÜHT HABE ALLE ANGABEN KORREKT AUF ZU FÜHREN KANN ICH KEINE GARANTIE FÜR DEREN RICHTIGKEIT GEBEN. FÜR SCHÄDEN JEGLICHER ART SIND SIE ALLEINE VERANTWORTLICH. ICH HAFTE IN KEINER WEISE FÜR MÖGLICHE FOLGEN DIESER ANLEITUNG!

Warnung:
DER COMPUTER STEHT UNTER SPANNUNG ! SCHLIEßEN SIE IHN WÄHREND DES ZUSAMMENBAUS NIEMALS AN DAS NETZ. BEACHTEN SIE DIE SICHERHEITSVORSCHRIFTEN !

B.) Eigenbau vs. Fertigkauf

Für diejenigen, welche sich noch nicht entschieden haben, ob Sie einen Komplettrechner oder alles in Einzelteilen kaufen sollten hier noch ein paar Entscheidungshilfen:

Eigenbau Vorteile:
  • individuell optimaler PC !!!
  • keine "Pfuscherei"
  • weniger Kosten
  • Lerneffekt
Fertigsystem Vorteile:
  • kein Grundwissen
  • kompatible Bauteile
  • optimal eingerichtet (sollte so sein)
  • keine Beschädigung durch falsche Handhabung
  • keinen Ärger


C.) Technischer Hintergrund

Diese Hilfe behandelt den Zusammenbau von einem PC mit folgenden Spezifikationen:

  • Towergehäuse mit Netzteil
  • Mainbord mit Montagematerial und  Anschlußkabeln
  • Prozessor (CPU, Slot 7) mit Lüfter
  • Speicher (RAM)
  • Grafikkarte
  • Diskettenlaufwerk
  • Festplatte (IDE)
  • CD-ROM Laufwerk (IDE)

Zum Betrieb benötigen Sie des weiteren:

  • Monitor
  • Tastatur
  • (Maus)

Zum Einrichten benötigen Sie:

  • Bootdiskette
  • Betriebssystem und Installationsdiskette

Folgende Werkzeuge sind empfehlenswert:

  • Kreuzschraubendreher (mittel)
  • Pinzette (falls Jumper als Steckbrücken)
  • Kugelschreiber oder ähnliches (falls Jumper als Miniaturschalter)

Das wichtigste ist jedoch Ihr Mainbord HANDBUCH !!!! Falls Sie noch Handbücher zu anderen Komponenten haben, beachten Sie diese auch unbedingt.

Das Gehäuse

Also hier erst mal eine grobe(!) Skitze eines geöffneten Towergehäuses. Kleinere Variationen sind je nach Bauart möglich.

A.) Rückenblech
B.) Rückseite des Montagebleches
C.) Montageblech für das Mainboard
D.) Netzteil mit Verkabelung
E.) Einbauschächte für Festplatte...
F.) Einbauschächte für CD-ROMs...
G.) Frontblech mit Abdeckung

PS.:
Diese Skitze hat mein Zeichentalent auf eine harte Probe gestellt, also nehmt sie nicht zu genau ;)
Tower

A.) Öffnen des Gehäuses
Bei dem hier beschriebenen Towergehäuse müssen zuerst einige (i.d.R. 6) Schrauben auf dem Rückenblech (a) gelöst werden, um die Abdeckung zu entfernen. Dazu verwenden Sie den Kreuzschraubendreher und lösen NUR die Schrauben, welche direkt mit der Abdeckung verbunden sind. Es sind die Schrauben am äußeren Rand, die das lackierte Abdeckungsblech (ggfs. mehrere) mit dem Rückenblech verbinden. Lösen Sie KEINE der inneren Schrauben, da diese das Netzteil oder andere interne Gehäuseteile festhalten.

B.) Abnehmen der Abdeckung
Jetzt müssen Sie einfach die Gehäuseabdeckung abnehmen können. I.d.R. kann die Abdeckung nach hinten weggezogen werden. Teilweise haben die Gehäuse auch getrennt Abdeckungen für jede Seite, die genauso entfernt werden.
Nun sollten Sie eine Ansicht haben, wie von der Sitze oben dargestellt. Nehmen Sie sich etwas Zeit um die einzelnen Komponenten zu lokalisieren. Dabei kann es je nach Bauart des Gehäuses zu Abweichungen kommen.

C.) Ausbau des Montageblechs
Beim betrachten des Montageblechs (b/c) für das Mainboard, können Sie erkennen, dass es mit Schrauben an dem Rückenblech (a) befestigt ist. Nun müssen Sie diese Schrauben lösen, so dass man das gesamte Montageblech nach hinten hinausfahren kann. Nehmen Sie nun das gesamte Montageblech hinaus. 

D.) Vorbereitung des Montagebleches
Legen sie das Montageblech nun waagerecht vor sich hin. Hier soll später Ihr Mainboard montiert werden. Dazu sollten Sie schon jetzt einige Vorbereitungen treffen. Als erstes müssen Sie feststellen wo das Mainboard montiert wird. i.d.R. geschieht dies am oberen Teil des Bleches. Genauen Aufschluss darüber geben die Anschlüsse für die externen Geräte (Tastatur, Maus, ...). Sie sollen später durch die Öffnungen auf der Rückseite (b) des Montagebleches passen. Da es viele verschiedene Mainboardtypen gibt (mit vers. Positionierung der Anschlüsse), sollten im Zubehör des Towergehäuses mehrere kleine Bleche für das Mainboard enthalten sein. Wenn sie sich die externen Anschlüsse Ihres Mainboards betrachten, müßten sie eines dieser Bleche finden (falls das passende nicht schon eingebaut ist), welches auf ihre Anschlüsse paßt. Nehmen Sie dann das kleine Blech aus der Rückseite des Montagebleches hinaus (teiw. abschrauben) und setzten das passende Blech ein.
Nun müssen Sie noch die Abstandhalter für die Platine des Mainboards einsetzten. Sie finden Sie im Zubehör des Gehäuses in Form von kleinen Stiften, die an beiden Seiten ein Gewinde (Mama & Papa) haben. Betrachten Sie nun wieder Ihr Mainboard und suchen die Löcher für die Befestingungsschrauben. Stellen Sie fest, welches Loch zu welchem Gewinde auf dem Montageblech gehört (Fügen Sie dazu ggfs. testweise das Mainboard ein, aber legen Sie die Platine nicht ab.). In diese Gewinde drehen Sie nun die Abstandhalter.


Damit ist das Gehäuse fürs erste fertig zum Einbau des Mainbords. Als kleiner Tip ist es empfehlenswert die Schrauben in kleinen Behältern auf zu bewahren, so daß man Sie nicht verliert und sie schneller wiederfindet (viele Schrauben haben unterschiedliche Gewinde).

Das Mainbord

motherbo.GIF (10037 Byte)

Diese Skitze dient nur zur Orientierungshilfe !!!
Die Anordnung der Anschlüsse ist je nach Hersteller verschieden. Die Stecker für Maus, Tastatur, Seriellen (COM) und parallelen Port müssen durch die Rückseite (b) des Monagebleches (s. vorherige Seite) passen. Die Größenverhältnisse  u. die Anzahl der Pins ist NICHT realitätsgetreu bei dieser Skitze !

EINLEITUNG:

Weil es viele unterschiedliche Bauarten von Mainbords gibt, ist es leider UNMÖGLICH eine allgemeingültige Anleitung zu geben. Sie sollten sich deshalb vorher unbedingt mit dem Handbuch beschäftigen. Darin finden Sie wichtige Informationen über die Einzelheiten der Einrichtung. Es wird an dieser Stelle nur auf die wichtigsten Punkte eingegangen. So ist es z.B. oft der Fall, daß noch weitere Jumper (s.u) eingestellt werden müssen. Deshalb ist es notwendig zuerst das Handbuch zu studieren.
Außerdem sollten Sie bedenken, daß der Prozessor und das Mainbord empfindliche Bauteile sind. Falsche Handhabungen oder Einstellungen können teure Schäden zur Folge haben. Deshalb sollte folgendes beachtet werden:

  • Entladen Sie sich vor dem Arbeiten mit elektronischen Bauteilen (z.B. durch Berührung eines geerdeten Metallkörpers (Heizungsrohr, Wasserhahn,...))
  • Verwenden Sie keine Gewalt beim Einbau und achten Sie darauf, daß keine Pins verbiegen.
  • Wenn Sie etwas nicht genau wissen, fragen Sie zuerst immer bei dem Hersteller/Zulieferer nach
  • Im Zweifelsfall hat immer das Handbuch (u. nicht diese Seiten) recht.

 

A.) Montage des Mainbords

Ob sie die Einstellungen des Mainboards zuerst vornehmen und es dann montieren oder umgekehrt ist theoretisch egal. Hier wird das Mainboard zuerst montiert, da es dann schon einen relativ sicheren Halt hat.
Nachdem Sie nun das passende Blech für Ihre Anschlüsse ausgewählt haben und die Abstandhalter angebracht haben, können Sie das Mainbord nun einlegen (Anschlüsse müssen durch die Öffnungen im Rückblech gehen und über jedem Abstandhalter soll ein Loch im Mainbord sein), können Sie es festschrauben. Sie finden passende Schrauben im Montagematerial Ihres Gehäuses. Drehen Sie die Schrauben durch die Löcher in der Platine in das Gewinde der Abstandhalter.

ANMERKUNG: Einige Mainbords (wie z.B. in der Abbildung) haben die Stecker für die externen Anschlüsse nicht direkt auf der Platine. In diesem Fall sollten im Zubehör des Mainbords kleine Adapterkabel zu finden sein. Sehen sie im Handbuch nach, wie sie angeschlossen werden und befestigen Sie dann die externen Stecker an dem Rückblech. Folgende Anschlüsse  sollten (mind.) zur Verfügung stehen: Maus, Tastatur, Serieller (COM) und paralleler Port.


B.) Jumper Einstellung

Bevor Sie den Prozessor einbauen müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Diese werden über sogenannte Jumper gesetzt. Dazu benötigen Sie unbedingt das Handbuch. An dieser Stelle werden nur die beiden (wichtigsten) Jumpereinstellungen besprochen. i.d.R. gibt es jedoch noch mehr Möglichkeiten (Bios-, Grafikeinstellungen,RAM...). Lesen Sie dazu im Handbuch nach, wie sie gesetzt werden müssen. Die richtigen Jumpereinstellungen sind zwingend notwendig!
Zur Technik:
Jumper treten in verschiedenen Bauarten auf. Zum einen gibt es Miniaturschalter die man am besten mit einer Bleistiftspitze umstellen kann und zum anderen gibt es Steckbrücken, die man mit einer Pinzette entfernen oder setzen kann. Dabei gibt es immer nur zwei Zustände: Jumper gesetzt (Schalterstellung ON, Steckbrücke eingefügt) oder nicht gesetzt (Schalter OFF, keine Steckbrücke). Es ist zu beachten, daß die Pins durchnumeriert sind.
Jumper für die Taktsequenze:
Je nach Prozessor muss Ihr Mainbord auf eine andere Taktsequenze eingestellt werden. Suchen Sie im Handbuch die Jumper dafür heraus. Dort finden Sie eine Tabelle, die ihnen zeigt, wie die Jumper für Ihren Prozessor gesetzt werden müssen. Setzen Sie diese Jumper gemäß diesen Angaben.
Jumper für die Spannungsversorgung:
Da es Prozessoren für verschiedenen Spannungen gibt, müssen sie diesen Jumper Ihrem Prozessor gemäß setzten. Das Handbuch zeigt Ihnen die verschiedenen Einstellungen. Fragen Sie notfalls beim Hersteller nach, welche Stromversorgung der Prozessor benötigt. Die Prozessorkennzeichnung SXX deutet auf eine Versorgung mit 3,3 Volt (Standarttyp), VXX hingegen auf  3,45-3,6 Volt (VRE-Typ) hin.
Sonstige Jumper:
Je nach Hersteller finden Sie noch andere Jumper. Stellen Sie diese gemäß den Angaben in Ihrem Handbuch. Teilweise kann es noch notwendig sein die Spannungsversorgung für den RAM zu setzen.

C.) Einbau des Prozessor:

Suchen Sie den Prozessorsockel (CPU-Sockel) und machen Sie einen kleinen Hebel an der Seite ausfindig. Diesen können Sie nun nach oben heben. Jetzt können Sie den Prozessor einsetzen, wobei dieser nur auf eine Art paßt. Dazu "fehlt" bei den Prozessorpins und dem Mainbordsockel eine Ecke. Der Prozessor muß dann ganz leicht (!) in den Sockel rutschen. Liegt der Prozessor dann flach auf dem Sockel, kann der Hebel wieder heruntergedrückt werden, so daß der Prozessor befestigt wird.
Nun kommt auf den Prozessor der Lüfter. Er wird i.d.R. mit zwei Befestigungsclips am Prozessorsockel eingehakt. Die flache Seite des Kühlers sollte direkt auf dem Prozessor liegen (kein Zwischenraum). Ggf. können sie vorher etwas Wärmeleitpaste auf die flache Seite des Kühlers streichen.

D.) Einbau des Speichers (RAM)

Die RAM Platinen müssen in die zugehörigen SIMM oder DIMM Steckplätze eingefügt werden. Bestücken Sie die niedrigsten (No.) RAM Module zuerst. Die Stecker sind verpolungssicher und haben Einrastklemmen an den Seiten (eventuell von Hand schließen). Ggf. müssen Sie noch einen Jumper für die Spannungsversorgung setzen.


Hiermit haben Sie Ihr Mainbord für den Einbau in das Gehäuse vorbereitet. Da dieser Teil der Montage am sensibelsten ist sollten Sie noch mal alles überprüfen. Sind alle Jumper korrekt gesetzt ? Ist der Prozessor und RAM richtig eingehakt ? Ok., dann mal weiter ...

Zusammensetzen des Rechners


EINLEITUNG:
Nachdem das Gehäuse und das Mainbord vorbereitet sind kann nun der Rechner zusammengebaut werden. Auf Grund der Vielzahl an verschiedenen Karten und Typen ist diese Anleitung auf folgende grundlegende Komponenten beschränkt:

  • Diskettenlaufwerk
  • Festplatte (IDE)
  • Grafikkarte
  • CD-ROM

 

A.) Einbau des Montageblechs mit Mainbord
Nachdem sie das Mainbord montiert und eingestellt habe, können sie es zurück ins Gehäuse schieben. i.d.R. hat das Gehäuse eine Befestigungsschiene und man sollte darauf achten, daß man nicht davon abkommt (sollte fest sitzen).

B.) Die Stromversorgung
Das Mainbord:
Suchen Sie im Handbuch nach dem Anschlußstecker für die Stromversorgung. Aus dem Netzteil (d) kommen einige Kabel mit Steckern. Je nach Bauart des Mainbord muß einer (ggf. 2)   dieser Stecker auf den Anschluß ihrer Hauptplatine passen. Schließen Sie Ihn gemäß dem Handbuch an.
Der Kühler:
Entweder der Kühler erhält den Strom über ein passendes Kabel des Netzteils, oder er wird an dem Mainbord angeschlossen. Schließen Sie ihn gemäß der Angaben an.

C.) Gehäuseanzeigen und Schalter
In Ihrem Handbuch zum Mainbord finden Sie auch eine Beschreibung zum Anschluß der Gehäuseverkabelung. Suchen sie die passenden Anschlüsse für den An/Ausschalter, den Lautsprecher und die LED-Anzeigen und schließen sie diese an. Achten Sie bei den LED's auf die richtige Polung.

D.) Einbau des Diskettenlaufwerks
Um das Diskettenlaufwerk ein zu bauen, müssen Sie zuerst einen der (i.d.R. 3.5 Zoll) Schächte (e) frei machen. Bei den meisten Gehäusen finden Sie ihn bei den unteren Einbauschächten überhalb der Befestigung für die Festplatte. Der Schacht ist verdeckt von zwei Blenden. Innen befindet sich ein Blech, dass entweder herrausgebrochen oder herrausgeschraubt wird. Außen befindet sich eine Plastickblende, die am Gehäuse verhakt ist.
Nachdem Sie die Blenden entfernt haben, können Sie das Laufwerk von vorne in den Schacht schieben. Der Einbauschacht bietet Ihnen nun an den Seiten Löcher, durch die das Laufwerk festgeschraubt (4 Schrauben) werden kann. Verschieben Sie das Laufwerk im Schacht so, dass es möglichst genau mit der Gehäusefront abschließt.
Nun können Sie das Laufwerk mit einem Flachbandkabel (Zubehör Mainbord) an den Diskettenlaufwerkstecker auf dem Mainbord anschließen. Lesen Sie im Handbuch nach um welchen Stecker es sich handelt und achten Sie auf die Polung (rot markiertes Kabel auf Pin1).
Nun müssen Sie noch den Stecker für die Stromversorgung anschließen. Dazu verwenden Sie ein passendes vierpoliges Kabel vom Netzteil, daß am Laufwerk eingesteckt wird.

E.) Einbau der Grafikkarte
Nun suchen Sie auf Ihrem Mainbord die PCI Steckplätze und wählen einen (i.d.R. den ersten) zum Einbau aus. Da die Grafikkarte hinten Ausgänge besitzt (Monitor) muß vor dem Einbau auf der Rückseite (b) des Montagebleches ein kleines Abdeckblech entfernt werden. Schrauben bzw. brechen Sie dieses zuerst heraus. (Falls noch andere Karten eingebaut werden sollen entfernen Sie auch die anderen nicht mehr benötigten Abdeckbleche.)
Nun können Sie die Grafikkarte in den PCI Slot stecken. Achten Sie darauf, dass die Ausgänge durch die Öffnung im Rückblech gehen und die Karte fest sitzt.

F.) Einbau der Festplatte (IDE, d.h. keine SCSI)
Schauen Sie zuerst nach, ob auf der Rückseite der Festplatte Jumper gesetzt werden müssen. Dieser sollte auf Single (falls nicht vorhanden, auf Master) stehen, was i.d.R. der Voreinstellung entspricht. (Handbuch)
Nun wird die Festplatte in einen freien 3,5 Zoll Schacht (i.d.R. unter dem Diskettenlaufwerk (e)) eingebaut. Sie brauchen diesmal keine Blenden zu entfernen und nur die Befestigungschrauben ein zu drehen. Achten Sie darauf, die Festlatte richtig herum einzubauen (Anschlüsse Richtung Innenseite, Top-Beschriftung für Oberseite).
Nehmen Sie nun das (40adrige) Flachbandkabel aus dem Mainbordzubehör und schließen sie es an den Primären (IDE1) Kanal und die Festplatte an (Beachten Sie die Polung, siehe Diskettenlaufwerk) . Dann stecken Sie ein passendes (4pol.) Kabel des Netzteiles in die Stromversorgungsbuchse der Festplatte.

G.) Einbau des CD-ROM (IDE, d.h. keine SCSI)
Auch am Laufwerk müssen Sie ggf. einen Jumper setzen. Da es an den sekundären Kanal kommt sollte es auf Master stehen.(Handbuch)
Machen Sie einen 5,25 Zoll Schacht (f) für das CD-ROM Laufwerk frei. Entfernen Sie die Blenden und montieren Sie das Laufwerk, wie beim Diskettenlaufwerk beschrieben.
Schließen Sie nun das Laufwerk über ein 40pol. Kabel am Sekundären (IDE2) Kanal an. Dann stecken Sie ein passendes Kabel des Netzteils in die Stromversorgungsbuchse des CD-Laufwerkes. Beachten sie die selben Vorgaben wie beim Diskettenlaufwerk und der Festplatte (Polung,...).

 

Das war es auch schon. Theoretisch könnten Sie nun die Gehäuseabdeckung wieder anbringen und die externen Geräte anschließen. In der Praxis ist es jedoch hilfreich das Gehäuse erstemal offen zu lassen, falls ein Problem Auftritt.
Zuerst sollten Sie noch mal in Ruhe alles überprüfen:

  • Sind alle Kabel richtig angeschlossen ?
  • Sitzt der RAM und die Steckkarten fest ?
  • Sind alle Jumper gesetzt (Handbuch) ?
  • Haben Sie alle Schrauben wieder eingesetzt ?
  • Haben Sie ein gutes Gefühl :-) ?

Ist alles soweit geprüft, können Sie nun die externen Geräte anschließen:

  1. Schließen Sie das Monitorkabel (bei älteren Modellen ggf. mehrere) an den passenden Ausgang der Grafikkarte.
  2. Schließen Sie die Maus und Tastatur an die passenden (Beschriftung,Handbuch) Ausgänge des Mainbords an.
  3. Schließen Sie die Stromversorgung (ausgeschaltet) des Monitors an (Entweder direkt in die Steckdose, oder an das Netzteil des Rechners) .
  4. Schließen Sie die Stromversorgung (ausgeschaltet) des Rechners an .

Damit sind Sie mit dem Zusammenbau fertig. Nach den ersten Einrichtungen können Sie (falls alles funktioniert) auch die Gehäuseabdeckung wieder anbringen (erst externe Geräte wieder abschließen).

Damit ist diese Zusammenbauhilfe eigentlich beendet und Sie können mit der (BIOS, Software) Einrichtung Ihres Rechners beginnen. Diese Hilfe bietet dabei (z.Z) keine Anleitung, da Sie sich nur mit der Hardware beschäftigt. Dennoch finden Sie auf der nächsten Seite noch einige stichwortartige weiterführende Themen.

... so geht's weiter

EINLEITUNG:
Auch wenn diese Anleitung eigentlich an dieser Stelle enden sollte (nur Hardware), so hatte ich doch ein etwas schlechtes Gewissen. Deshalb folgen jetzt noch ein paar weiterführende Informationen, die jedoch nur SEHR grob umrissen werden. Ich denke, daß diese Informationen alleine für ungeübte Benutzer nicht genügen dürften, um alles einzurichten. Jedoch könnte es ihnen helfen einen groben Überblick zu gewinnen.

 

A.) Der erste Start.
Wenn Sie die Stromversorgung eingeschaltet haben (Netzteil,Monitor) und den ON Knopf drücken müßten Sie nach kurzer Zeit die ersten Infos vom Bios (Typ,RAM,...) auf dem Monitor sehen. Ist das nicht der Fall, schalten Sie den Rechner wieder aus und prüfen Sie alles noch mal nach (mit dem Handbuch, oder ggf. mit dem Hersteller).

B.) BIOS
Vermutlich bleibt der Rechner irgendwo im BIOS hängen, oder erkennt die Geräte (Festplatte) nicht. Als erstes müssen Sie nun das BIOS einrichten. Drücken Sie dazu beim Rechnerstart "Entf"ernen oder ggf. F1 (Monitorausgabe lesen). Damit gelangen sie in das Einstellungsmenü des BIOS. Hier müssen Sie nun verschiedene Einstellungen vornehmen. Das Mainbord Handbuch erklärt ihnen welche. Hier ein paar der Wichtigsten:

  • Bootreihenfolge: A,C,D
  • RAM einstellen (Chipset/Configuration...)
  • Festplatte anmelden (Autodetection)
  • Plug & Play einstellen (für Windows)
  • PCI einstellen (idR. genügt Automatisch)

C.) Festplatte einrichten
Nachdem Sie alle Einstellungen im BIOS vorgenommen haben (und gespeichert) startet Ihr Rechner erneut. Vorher sollten sie eine Bootdiskette eingelegt haben. Der Rechner sollte nun das BIOS problemlos laden (Ausgaben beachten) und die Festplatte erkennen (wird angezeigt). Danach sollte er auf die Diskette zugreifen, bis schließlich eine DOS-Prompt (Tastatureingabe) erscheint. Nun sollten Sie folgende Programme (Schritte) ausführen:

  1. Partitionierung der Festplatte (geben sie "fdisk" ein und drücken RETURN).
  2. Formatieren der Festplatte (geben sie "format c:" ein und drücken RETURN).

 

D.) Installation des Betriebssystems
i.d.R. wird das Betriebssystem auf einer CD-ROM mit einer Installationsdiskette ausgeliefert. Legen Sie die Diskette und CD ein und starten Sie den Rechner erneut. Installieren Sie nun das Betriebssystem gemäß den Bildschirmaufforderungen und dem Handbuch.

E.) Einrichten des Betriebssystems
Nach Abschluß der Installation wird der Rechner erneut gestartet und das Betriebssystem geladen. Prüfen Sie, ob die Hardware erkannt wurde bzw. stellen Sie diese ein. Falls ihr System einige Geräte nicht erkennt, bzw. sie die Herstellertreiber bevorzugen sollten Sie noch Treiber installieren.

 

Das alles hier ist sicherlich extrem gekürzt und würde ausführlich beschrieben mehrere Seiten füllen. Viele Informationen hierzu finden Sie aber im Handbuch des Mainbords und des Betriebssystems.
Ich hoffe diese kleine Hilfe hat etwas genutzt.

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